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Verleihung der Schweizer Wissenschaftspreise 2025

Verleihung der Schweizer Wissenschaftspreise 2025

Die Schweizer Wissenschaftspreise Marcel Benoist und Latsis gingen 2025 an Tobias J. Kippenberg, ordentlicher Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), und an
Saskia Stucki, Dozentin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und an der Universität Zürich. Die Preisverleihung fand im Bundeshaus statt.

Weibelin Tiziana Gutknecht, Bundesrat Guy Parmelin, Tobias Kippenberg, Marcel Benoist Preisträger 2025 und Didier Queloz, Präsident der Marcel Benoist Stiftung (Copyright: Franca Pedrazzetti)

Am 6. November 2025 wurden im Nationalratssaal des Bundeshauses feierlich die beiden prestigeträchtigsten Auszeichnungen der Schweizer Forschungslandschaft verliehen: der Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist und der Schweizer Wissenschaftspreis Latsis. Zum zweiten Mal in Folge diente der historische Saal als würdiger und symbolträchtiger Rahmen für die gemeinsame Zeremonie.

Mit der vereinten Durchführung soll die hervorragende Schweizer Spitzenforschung gewürdigt und ihre Vielfalt sichtbar gemacht werden. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Marcel Benoist und der Fondation Latsis besteht inzwischen seit sechs Jahren. Auch in diesem Jahr nahmen zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sowie Vertreterinnen und Vertreter von Forschungs- und Hochschuleinrichtungen an der Abendveranstaltung teil.

Wenn Wissenschaft und Politik aufeinandertreffen

Nationalratspräsidentin Maja Riniker begrüsst die Anwesenden (Copyright: Franca Pedrazzetti)

Nationalratspräsidentin Maja Riniker eröffnete die Zeremonie. Zu Beginn ihrer Ansprache schlug sie einen kulturellen Bogen, indem sie auf das Deckenbild des Tessiner Künstlers Antonio Barzaghi-Cattaneo in der Wendelhalle hinwies. Dieses zeige die Weisheit in Frauengestalt, die ein Voltmessgerät in der Hand halte und von Werkzeugen sowie einer Landkarte umgeben sei. Mit diesem Bild erinnerte Maja Riniker daran, dass Politik und Wissenschaft im Parlamentsgebäude seit jeher aufeinandertreffen und dass der Dialog zwischen diesen beiden Bereichen seit der Gründung des Bundesstaates vor 177 Jahren eine tragende Säule der Schweizer Demokratie bilde.

Bundesrat Guy Parmelin bei seiner Rede, daneben Weibelin Tiziana Gutknecht (Copyright: Franca Pedrazzetti)

Es folgte die Rede von Bundesrat Guy Parmelin, der die hohe Qualität und grosse Vielfalt der in der Schweiz betriebenen Forschung hervorhob. Alle Disziplinen ‒ von den Geistes- und Sozialwissenschaften über die Naturwissenschaften bis hin zu Recht und Medizin ‒ spielten dabei eine zentrale Rolle. Er erinnerte zudem daran, dass sich der Wert der Forschung nicht allein am praktischen Nutzen bemesse, sondern dass ihr Auftrag in erster Linie darin bestehe, Wissen zu erweitern und die Welt frei zu erforschen. Er betonte, dass die Wissenschaft davon lebe, Experimente mit ungewissem Ausgang zu wagen, und dass sie das Recht habe, zu scheitern. «Scheitern» sei ein grosses Wort, führte er weiter aus, denn in der Wissenschaft gebe es letztlich kein endgültiges Scheitern.

Tierrechte und die Grenzen der Grundrechte neu betrachtet

Yves Flückiger, Präsident der Fondation Latsis, nach der Verleihung des Latsis Preises 2025 an Saskia Stucki zusammen mit Bundesrat Guy Parmelin (Copyright: Franca Pedrazzetti)

Der Schweizer Wissenschaftspreis Latsis 2025 zeichnet Saskia Stucki aus, eine Schweizer Rechtswissenschaftlerin mit internationalem Werdegang. Sie forschte in Basel, Harvard und Heidelberg und leitet heute das Center for Animal Rights and the Environment an der ZHAW. In ihrer Arbeit an der Schnittstelle von Recht, Philosophie und Ethik untersucht sie, ob und in welcher Form sich Grundrechte auf nicht-menschliche Lebewesen ausweiten lassen. Wie Markus Wild in seiner Laudatio hervorhob, steht dieser Ansatz im Einklang mit dem Konzept «One Health», das die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt als untrennbare Einheit versteht. Parallel dazu entwickelte Saskia Stucki das Konzept «One Rights», um die juristische Beziehung zwischen Menschen und anderen Lebewesen neu zu denken.
Der Laudator erzählte zudem folgende Anekdote: Nachdem er sein Buch Tierphilosophie seinen beiden Katzen gewidmet hatte, habe Saskia Stucki gesagt, sie wolle das eines Tages ebenfalls tun. «Das hat zwar etwas gedauert», meinte er schmunzelnd, «aber 2023 hast du dein Buch One Rights deinem Hund Banjo und einer anonymen Katze gewidmet.» Hinter dieser persönlichen Note verbirgt sich die Kohärenz ihres Ansatzes: ein Wille, die Tiere in den Mittelpunkt der juristischen Überlegungen zu stellen und anzuerkennen, wie sie selbst sagt, dass «Tiere aussen vor zu lassen, ist ein Luxus, den sich die Menschheit nicht länger leisten kann.»

Quanten-Optomechanik und optische Frequenzkämme

Der Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist 2025 wurde an Tobias J. Kippenberg vergeben, ordentlicher Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Quanten-Optomechanik und der optischen Frequenzkämme haben der Quantenmetrologie neue Perspektiven eröffnet. Sie ermöglichen ultrapräzise Zeitmessungen und, im Bereich der Kommunikation, die Übertragung von Daten mit sehr hoher Geschwindigkeit.

Tobias Kippenberg signiert das Goldene Buch der Marcel Benoist Stiftung (Copyright: Franca Pedrazzetti)

In seiner Laudatio hob François Bussy, Professor für Petrologie, den Einfallsreichtum und die wissenschaftliche Neugier des Preisträgers hervor ‒ Qualitäten, die bereits in dessen Studienjahren auffielen. Besonders eindrücklich sei Tobias Kippenbergs frühe Begabung gewesen: Noch im Gymnasium entwickelte er ein innovatives Gerät zur Erkennung von Glatteis und gewann zwei bedeutende Wissenschaftswettbewerbe. Dieser frühe Erfolg liess eine von Kreativität und Innovation geprägte Laufbahn erahnen. Mit nur 29 Jahren war er der erste, der Quantenphänomene des Lichts auf makroskopischer Ebene beobachtete ‒ eine bemerkenswerte wissenschaftliche Leistung. Zurück in Europa erzielte er einen weiteren Durchbruch: Mit mikroskopisch kleinen Glasringen, die er in Kalifornien entwickelt hatte, gelang es ihm, optische Frequenzkämme zu erzeugen ‒ und damit ein breites Feld neuer Anwendungsmöglichkeiten zu erschliessen. Angesichts des exponentiell steigenden Energiebedarfs, der durch künstliche Intelligenz verursacht wird, seien die potenziellen Auswirkungen dieser Durchbrüche deutlich absehbar, wie der Laudator ausführte. Seit seiner Ankunft an der EPFL im Jahr 2008 habe Tobias Kippenberg einen entscheidenden Einfluss auf sein Fachgebiet ausgeübt und in weniger als 20 Jahren einige der brillantesten Forschenden und Studierenden angezogen. Er erhielt zahlreiche Fördermittel, gründete ein Start-up und schlug eine bemerkenswerte Brücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Innovation. Sein Einfluss gehe heute weit über die akademische Welt hinaus: Ehemalige Studierende bekleiden mittlerweile Spitzenpositionen in der Photonenforschung und -industrie in der Schweiz und im Ausland.

Zwei sehr unterschiedliche Bereiche mit gemeinsamen Interessen

Olivier Dessibourg im Gespräch mit Saskia Stucki und Tobias Kippenberg (Copyright: Franca Pedrazzetti)

Wie Bundesrat Guy Parmelin betonte, zeugten diese beiden Forschungsbereiche von der Vielfalt, die den Forschungsstandort Schweiz auszeichne. Dass einer der Preise an einen Quantenphysiker vergeben werde, der die Wechselwirkung zwischen Licht und Materie neu untersuche, und der andere an eine Juristin, die die Beziehung zwischen Mensch, Tier und Natur neu denke, belege die Dynamik und Breite der Schweizer Wissenschaftslandschaft. Dies zeige zudem, wie sehr das System der öffentlich finanzierten Forschungsförderung allen wissenschaftlichen Disziplinen zugutekomme.

Auf die Frage des Moderators, Olivier Dessibourg, nach möglichen Parallelen zwischen ihren Forschungsgebieten, verwiesen die beiden Preisträger auf den gemeinsamen Willen, die etablierten Grenzen des Wissens zu erweitern. Saskia Stucki betonte, wie wichtig es sei, den Horizont offen zu halten und die Grenzen der Disziplinen immer wieder neu zu hinterfragen.

Der Nachwuchs steht bereit

Das Saxophonquartett NIMBUS begleitete den Abend (Copyright: Franca Pedrazzetti)

Am Vorabend der Preisverleihung bot ein Workshop für Bachelorstudierende sowie Maturandinnen und Maturanden die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Preisträgern. Tobias Kippenberg und Saskia Stucki zeigten sich beeindruckt von der Neugier, Reife und dem Enthusiasmus der jungen Teilnehmenden. Sie brachten ihre Freude über die Begegnung und ihre Bewunderung für das Engagement und die Leidenschaft dieser neuen Generation zum Ausdruck. Auch Bundesrat Guy Parmelin nutzte während seiner Rede die Gelegenheit, die Jugendlichen direkt anzusprechen: «Gehen Sie Ihren Weg weiter, auch wenn er kurvenreich ist. Behalten Sie Ihre Leidenschaft, Ihre Neugier und Ihre Entschlossenheit ‒ Eigenschaften, die Sie ausmachen und die viel mehr wert sind als ein makelloser Lebenslauf.»

Die Zeremonie wurde durch musikalische Einlagen der Gruppe NIMBUS, bestehend aus vier Saxophonisten, bereichert. Ihr Auftritt verlieh dem Abend eine lebendige, gesellige Note und zauberte dem Publikum ein Lächeln ins Gesicht.

Nach der Preisverleihung wurde der Abend bei einem Apéro riche in der Galerie des Alpes in geselliger Atmosphäre fortgesetzt. Forschende, Politikerinnen und Politiker, Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen, Workshop-Teilnehmende sowie weitere Gäste hatten die Gelegenheit, sich frei mit den Preisträgern auszutauschen.


Fotogalerie: 


Markus Wild hält die Laudatio zu Ehren von Saskia Stucki (Copyright: Franca Pedrazzetti)

 
Saskia Stucki bedankt sich für die Auszeichnung (Copyright: Franca Pedrazzetti)


François Bussy hält die Laudatio zu Ehren von Tobias Kippenberg (Copyright: Franca Pedrazzetti)

Applaus für Tobias Kippenberg, Marcel Benoist Preisträger 2025 (Copyright: Franca Pedrazzetti)


Tobias Kippenberg bedankt sich für die Auszeichnung (Copyright: Franca Pedrazzetti)

Das Goldene Buch der Marcel Benoist Stiftung (Copyright: Marcel Benoist Stiftung) 


Der Präsident der Marcel Benoist Stiftung Didier Queloz überreicht das Diplom an Tobias Kippenberg, Marcel Benoist Preisträger 2025, unter dem Beifall von Bundesrat Guy Parmelin (Copyright: Franca Pedrazzetti)

 
Saskia Stucki und Tobias Kippenberg bei der Schlussdiskussion (Copyright: Franca Pedrazzetti)

Der Preisträger und die Preisträgerin beim Fotoshooting nach der Zeremonie (Copyright: Franca Pedrazzetti)


Die Saxophonisten des NIMBUS-Quartetts in Aktion (Copyright: Franca Pedrazzetti)


Das Apéro bot Gelegenheit, den Austausch zwischen den Generationen zu vertiefen: Ständerat Matthias Michel im lebhaften Gespräch mit Jugendlichen, die am Workshop teilgenommen haben (Copyright: Franca Pedrazzetti)


Bundesrat Guy Parmelin beim Apéro in der Galerie des Alpes (Copyright: Franca Pedrazzetti)


Didier Queloz, Präsident der Marcel Benoist Stiftung, Bundesrat Guy Parmelin, Weibelin Tiziana Gutknecht, Tobias Kippenberg, Marcel Benoist Preisträger 2025, Saskia Stucki, Latsis Preisträgerin 2025, Nationalratspräsidentin Maja Riniker, Yves Flückiger, Präsident der Fondation Latsis, Torsten Schwede, Präsident des SNF-Forschungsrats (Copyright: Franca Pedrazzetti)

  • Weitere Informationen
    Beiträge der Zeremonie
    Porträt von Tobias Kippenberg
    Medienmitteilung (PDF)

Kontakt

Marcel Benoist Stiftung
Staatssekretariat für Bildung,
Forschung und Innovation SBFI
Einsteinstrasse 2
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